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Potenziale entdecken und Persönlichkeitsprofile verstehen - CliftonStrengths trifft Deep O.C.E.A.N.



Immer mehr Menschen möchten besser verstehen, was sie ausmacht und wie sie handeln und stoßen dabei auf psychometrische Tools wie CliftonStrengths und Deep O.C.E.A.N. Im Coaching werde ich oft gefragt, was die beiden Ansätze unterscheidet und ob es sinnvoll sein kann, sie gemeinsam zu betrachten. Dieser Artikel bietet einen Überblick, beleuchtet Gemeinsamkeiten und Unterschiede und zeigt, wie sich beide Methoden ergänzen können, um persönliche und berufliche Entwicklung zu fördern.

 

Was steckt hinter den Tools?


CliftonStrengths


CliftonStrengths wurde auf Basis jahrzehntelanger Forschung von Gallup entwickelt. Im Zentrum stehen 34 sogenannte Talentthemen wie „Einfühlungsvermögen“, „Analytisch“ oder „Fokus“. Ziel ist es, individuelle Stärken sichtbar zu machen, um persönliche Potenziale gezielt zu nutzen. Der Test gibt keine Bewertung nach „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern beschreibt, was Menschen auf natürliche Weise mitbringen und wie diese Talente zu nachhaltigen Stärken entwickelt werden können. Siehe dazu auch meinen Blog-Artikel.


Deep O.C.E.A.N.


Das Deep O.C.E.A.N.-Modell basiert auf der „Big Five“-Persönlichkeitsforschung (Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit, Neurotizismus). Deep O.C.E.A.N. erweitert dieses Wissenschaftsmodell um moderne, differenzierte Analyse- und Feedbackmöglichkeiten. Während CliftonStrengths sich auf das Entdecken und Entwickeln von individuellen Talenten konzentriert, legt Deep O.C.E.A.N. Wert auf ein umfassendes Persönlichkeitsbild entlang zentraler Dimensionen und Facetten.

 

Gemeinsamkeiten - Was verbindet die Ansätze?


  • Selbsterkenntnis und Entwicklung als Ziel: Beide Tools helfen, sich selbst besser zu verstehen und gezielt an der persönlichen Entwicklung zu arbeiten.

  • Wissenschaftliche Fundierung: Sowohl CliftonStrengths als auch Deep O.C.E.A.N. stützen sich auf umfangreiche Forschung. CliftonStrengths auf über 30 Jahre Analyse von Erfolgsmustern, Deep O.C.E.A.N. auf die weltweit anerkannten Big Five.

  • Ergebnisoffenheit: Kein Typentest, kein „Schubladendenken“. Beide Instrumente fördern einen wertschätzenden Blick auf individuelle Vielfalt und sollen Entwicklungsspielräume aufzeigen.

 

Unterschiede - Wo setzen sie an?

Aspekt

CliftonStrengths

Deep O.C.E.A.N.

Fokus

Identifikation und Entwicklung individueller Talente

Breites Persönlichkeitsprofil (Big Five)

Struktur

34 Talentthemen

5 Dimensionen mit je 2 Facetten

Ergebnisformat

Top 5/Top 10 Talente als Ausgangspunkt

Persönlichkeitsprofil mit Ausprägungsgraden

Zielsetzung

Stärkenorientierte Entwicklung, Praxistransfer

Selbstreflexion, Verständnis sozialer Dynamik

Methodik

Gallup-Assessment mit 177 Item-Paaren

Fragebogengestützt, wissenschaftlich validiert

Typische Anwendungsfelder

Talent- und Team-Entwicklung, Führung, Coaching

Persönlichkeitsentwicklung, Teamverständnis, Coaching


Ein Beispiel aus der Praxis


Angenommen, eine Klientin möchte ihre Rolle im neuen Team besser verstehen. Der CliftonStrengths-Test zeigt, dass sie besonders analytisch denkt und Herausforderungen mit hoher Wissbegier löst. Das Deep O.C.E.A.N.-Profil macht deutlich, dass sie bei „Offenheit“ und „Verträglichkeit“ hoch ausgeprägt ist, während sie in Sachen „Extraversion“ eher zurückhaltend agiert. Im Coaching wird so sichtbar: Ihr analytisches Talent passt gut zu Aufgaben „hinter den Kulissen“, und ihr Bedürfnis nach Harmonie hilft in moderierenden Rollen. Gemeinsam ergeben beide Profile ein facettenreiches Bild und eröffnen Wege zu mehr Selbstakzeptanz und gezielter Entwicklung.

 

Ergänzende Stärken - Warum sich beide Tools lohnen


CliftonStrengths und Deep O.C.E.A.N. schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Während CliftonStrengths Potenziale und Entwicklungsfelder im Sinne der Stärken sichtbar macht, liefert Deep O.C.E.A.N. einen tiefen Einblick in breitgefächerte Persönlichkeitsmuster. Kombiniert genutzt, lässt sich die eigene Entwicklung auf eine individuelle und praxisnahe Basis stellen. Ob im Coaching, in der Teamarbeit oder der persönlichen Reflexion.

 

Fazit: Zwei Werkzeuge, ein Ziel


Wer sich wirklich verstehen will, profitiert von unterschiedlichen Blickwinkeln. Während CliftonStrengths Potenziale ins Licht rückt, hilft Deep O.C.E.A.N., die „großflächige Landkarte“ der Persönlichkeit zu betrachten. Beide Perspektiven miteinander zu verbinden, schafft echte Mehrwerte für persönliche und berufliche Entwicklung - jenseits von Schubladendenken und Selbstoptimierung um jeden Preis.

 

Dein Weg zum persönlichen Stärken- und Persönlichkeitsprofil


Ich arbeite mit CliftonStrengths als Basis, um Deine individuellen Talente und Stärken sichtbar zu machen. Auf Wunsch ergänze ich dieses stärkenorientierte Coaching durch das Deep O.C.E.A.N.-Persönlichkeitsmodell, das Dir zusätzliche Einblicke in Deine Persönlichkeit liefert. In diesem Bereich arbeite ich gerne mit Jan Kleinig als zertifiziertem Deep O.C.E.A.N.-Coach zusammen. Wir haben diesen Artikel gemeinsam diskutiert. Weitere Informationen zu ihm findest du unter jan-kleinig-coaching.de oder auf LinkedIn.

 
 
 

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